Andrea Delfin

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  • Categoria libro:

    Letteratura

  • Anno:

    2011

  • Dimensione del file:

    220,7 KB

  • Protetto con Social DRM
  • Lunghezza:

    1322 pagine (edizione cartacea)

  • Lingua:

    ita

  • Isbn:

    9788857414324

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Quarta di copertina


Die Novelle Andrea Delfin entstand 1859 und wurde 1862 veröffentlicht. Sie gehört in den Kreis der „Italienischen Novellen“, in denen die enge Beziehung des Autors zu Italien durch genaue Gestaltung und treffende Charakteristik von „Land und Leuten“ zum Ausdruck kommt.Der Inhalt ist ganz nach dem Vorbild seiner „Falkentheorie“ in wenigen Sätzen erzählt: Der Adlige Candiano aus dem Friaul, dessen ganze Familie durch die brutale Herrschaft der Oberen in Venedig ausgerottet wurde und den man allgemein für tot hält, kommt unter falschem Namen Andrea Delfin nach Venedig, um Rache zu nehmen. Er tötet ein Mitglied des DreierTribunals der Inquisition, verletzt den zweiten lebensgefährlich und ersticht bei einem dritten Attentat durch einen schrecklichen Irrtum schließlich seinen einzigen Freund, worauf er den Freitod wählt.Das historische Umfeld der Novelle ist mit dem Jahr 1742 recht genau bestimmt. In der Stadt herrscht unter Führung des Dogen der Rat der Zehn, vor allem aber die Staatsinquisition, an deren Spitze ein DreierTribunal steht. „Solange die Republik eine Aufgabe hatte unter den Völkern Europas, solange war der Druck dieser stehenden Diktatur im Innern durch die Erfolge nach außen aufgewogen“, läßt Heyse eine seiner Gestalten resümieren. „Niemals wäre Venedig ohne dieses Zusammenfassen all seiner Kräfte in der Hand unerbittlicher Tyrannen zu der Blüte politischer Macht und unermeßlichen Reichtums gediehen ...“ Nun aber existiere nur noch nackte Tyrannei ohne Ziele: „Eine Diktatur im Frieden, mag sie von einem oder dreien ausgeübt werden, ist immer eine Lebensgefahr für jeden großen oder kleinen Staat“, weil sie nach innen zu wüten beginne.Die drückende Atmosphäre der Stadt, die Praktiken eines weitverzweigten Spitzelsystems, die Angst als Lebensgefühl das alles wird mit knappen Strichen gezeichnet. „Halb Venedig war dafür besoldet, daß es die andere Hälfte überwachte.“ Und: „Was drei Venezianer wissen, weiß der Rat der Zehn.“Andrea Delfin läßt sich als Spitzel anwerben, um so noch besser seine Rachepläne verwirklichen zu können. Er wird auf die österreichische Botschaft angesetzt, wo er einen Bekannten, den Baron Rosenberg, wiedertrifft, der bald sein einziger Freund wird. Als er erfährt, daß man diesen umbringen will, setzt er alles daran, ihn zu bewegen, Venedig zu verlassen. Doch die Leidenschaft zu einer Venezianerin, der Gräfin Amidei, die heimlich für die Inquisition arbeitet, hält ihn fest. Erst als seine Mutter seine Rückkehr fordert, kann Delfin ihn überreden, die Stadt zu verlassen. Und an diesem letzten Abend, als er als alter Mann verkleidet zu seiner Angebeteten schleicht, wird er von Delfin erstochen, der ihn für einen der drei Staatsinquisitoren hält. „Ich habe den Richter gespielt und bin zum Mörder geworden“, muß er sich eingestehen, während er doch als Retter für ein ganzes in Knechtschaft versunkenes Volk auftreten wollte. Deshalb macht er seinem Leben ein Ende.Wie in vielen Novellen Heyses sind auch hier die handelnden Frauen besonders eindrucksvoll charakterisiert, ja, man kann feststellen, daß ihre Persönlichkeiten besser gezeichnet sind als die des Haupthelden Andrea Delfin und der anderen männlichen Gestalten. Da sind seine Wirtin Giovanna Danieli und ihre reizende Tochter Marietta, die auch schon unter den Bleidächern, dem berüchtigten Gefängnis Venedigs, eingekerkert waren. Die alte Giovanna hofft immer noch auf die Rückkehr ihres Mannes und wähnt in ihm den unbekannten Attentäter. Mit ihren einprägsamen Sprüchen vermittelt sie ihre Lebensweisheit: „Denken verkürzt das Leben, aber Kummer schließt das Herz auf“ oder „Wer nicht zur Nacht ißt, hungert im Traum“. Marietta verliebt sich in den geheimnisvollen Delfin und erkennt in ihm den Rächer. Daß sie durch diese Liebe ihren Frohsinn verliert und nicht mehr singt und herumtollt, macht frühzeitig auf das tragische Ende des Konflikts aufmerksam. Selbst die kokette Zofe Smeraldina der für die Inquisition arbeitenden Gräfin, durch die Delfin Zugang zum Haus der Gräfin er hält, bekommt ein unverwechselbares Gesicht.

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